Preview< Zurück 13.04.2009

Crank: High Voltage

Von Burnie Leitner

Krank – kränker - Crank. Von seinen Feinden mit einer Droge vollgepumpt, die sein Herz zum Stillstand bringen soll, ist Chev dazu gezwungen sich allen möglichen Adrenalin-Kicks auszusetzten, während er seine Widersacher quer durch die Stadt jagt.

Obwohl Chev, gespielt von Jason Statham, in Crank beim Sturz aus einem Helikopter starb, kommt am 17. April der zweite Teil des Action geladenen Adrenalin-Spektakels in die amerikanischen Kinos: Crank: High Voltage

Die Story? Na klar, nachdem Chev den harten Asphalt in L.A. küsste, machten sich auch gleich wieder böse Buben an seinem Körper zu schaffen - erneut ein herz-zereissender Zwischenfall. Diesmal ersetzt Gangster-Boss Poon Dong, dargestellt von (Killer Bill) David Carradine, Chev’s Herz durch eine Batterie-betriebene Ersatzpumpe, die konstante Elektroschläge benötigt, um weiter zu arbeiten. Als die Herren Chirugen aber dann versuchen dem komatischen Chev sein Glied zu amputieren, erwacht der Gute aus seinem künsltichen Tiefschlaf um sich wieder einmal zu retten und den Bad Boys gehörig den Arsch zu versohlen. Ob er sich nun durch Lecken an Elektro-Teasern, durch das Finger-in-den-Zigaretten-Anzünder-Stecken, oder wieder einmal durch das Vernaschen der schönen Amy Smart mitten in der Stadt am Leben hält, Chev wird wohl am Ende wieder siegen – oder etwa schon wieder nicht?!

Bei aller Liebe zu Teil 1 muss man den Regie-Kollegen Mark Neveldine und Brian Taylor eine gewisse Redundanz und Einfallslosigkeit vorwerfen, welche sich anscheinend mit ihrer Geldmacherei gepaart. Die beiden Autoren und Regisseure haben wohl mehrere Steine auf den anderen gelassen um die Erfolgsstory aus dem ersten Teil weiterleben zu lassen. Sollte dies allerdings die einzige Geschichte sein die ihren Geistern entspringt, dann wären die beiden wohl auch gern gesehene Gäste in den MTV Schnitt-Studios. Wo der erste Teil noch als Popkultur-Individualismus durch schnelle Schnitte, Split-Screen und massive Effekte briliert, wird man wohl in Teil 2 nicht viel Neues aber dafür noch mehr Übertriebenes zu sehen bekommen.  

Doch wie mein Meister und Mentor Hattori Kinomo mich einst lehrte:

Gib jedem Ami (bis auf Bush) eine Chance, denn du willst ja auch net mit Franzosen verglichen werden.

So geben wir auch diesem Streifen seine Chance in den unendlichen Weiten des Hollywood Universums unterzugehen. Gedreht wurde der Streifen übrigens erneut auf semi-professionellen HDV Kameras.


Fazit

Der dreiste kleine Kinomo

Bei uns müssen Cineasten nicht fasten! Hier erwartet euch Filmkritik wie man sie sonst nirgends lesen kann. Rede- und pressefrei liefern euch die kleinen Kinomos unregelmäßig aber unangepasst Reviews, Previews, Feature-Mos und ein dreistes Etwas zu einem ausgewählten kulturellen Spezialbock, der irgendwo auf der Welt geschossen wurde.

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